Feldbogen

Das Feldbogenschiessen lässt sich am besten mit dem Golfspiel vergleichen. Anders als bei dem olympischen Bogensport werden hier die Scheiben auf einem Parcours aufgestellt. Die Schützen gehen im Gruppen von 2 bis 4 Personen den Parcours ab und schießen je Scheibe 3 Pfeile, die in der Wertung aufaddiert werden. Es gibt Feldrunden mit 12, 24 und 48 Scheiben, jeweils bei der Hälfte ist die Entfernung von der Abschussposition (Pflock) bis zur Scheibe bekannt, d.h. sie ist auf einem Schild am Pflock notiert. Bei  jeder Scheibe gibt es bis zu 3 Pflöcke für die Schusspositionen der verschiedenen Bogen- und Altersklassen. Diese sind farblich gekennzeichnet. Grundsätzlich werden die folgenden drei Bogenklassen bei der WA-Feldrunde unterschieden: Compound-, Recurve- und Blankbogen. Mannschaften bestehen bei der Feldrunde immer aus je einem Schützen aus jeder Bogenklasse.

DPP_0138Die Entfernungen betragen zwischen 5m und 60m. Die Auflagen (Zielbilder) unterscheiden sich von denen der olympischen Disziplinen. Sie haben nur 6 Ringe,  von denen die äußeren 4 schwarz und die inneren beiden gelb sind. Abhängig von der zu schießenden Entfernung gibt es 4 unterschiedlich große Auflagen, 20cm, 40cm, 60cm und 80cm im Durchmesser. Während bei den 60cm und 80cm Auflagen alle Schützen auf die gleiche Auflage schießen, gibt es bei der 40cm Auflage für jeden Schützen eine eigene Auflage. Bei den 40cm Auflagen werden auf der Scheibe je 2 nebeneinander und 2 untereinander, wie die 4 Augen auf einem Spielwürfel. Die 20cm Auflagen haben pro Schützen je 3 Bilder untereinander, so dass pro Pfeil ein Bild geschossen wird. Die 4 Streifen a 3 Bilder werden auf der Scheibe nebeneinander aufgebracht.

Im Rahmen der nationalen Qualifikations-Wettkämpfe (Vereins-, Kreis-, Bezirks- und Landesverbandsmeisterschaft) zur Deutschen Meisterschaft werden Wettkämpfe auf 24 Scheiben Parcours durchgeführt. Die Deutsche Meisterschaft des DSB wird auf einem 48 Scheiben Parcours an 2 Tagen durchgeführt.

Bei internationalen Wettkämpfen gibt es auch einen Austragungsmodus mit einer oder zwei Qualifikationsrunden und einer Finalrunde.

Der große Reiz bei der Feldrunde besteht in der Anforderung sich bei jedem Ziel an die Gegebenheiten im Gelände anzupassen. Die Ziele stehen hier, im Gegensatz zu den WA Runden im Freien,  nicht waagerecht vor den Schützen sondern können sowohl nach oben als auch nach unten aus Sicht des Schützen liegen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass bei der Hälfte aller Ziele die Entfernung unbekannt ist, machen den Reiz der Feldrunde aus.

Blankbogen

Der Blankbogen ist in der Regel ein Standard Recurvebogen, jedoch ohne jegliche Ziel- oder Stabilisationseinrichtung. Auch Langbögen, Jagdrecurvebögen oder Reiterbögen können in dieser Klasse geschossen werden.

Recurvebogen

Meist dreiteiliger Bogen (Mittelteil und abnehmbare Wurfarme) mit Visiereinrichtung und optional Stabilisatoren. Diese Bogenklasse wird beim olympischen Bogenschießen verwendet

Compoundbogen

Der Compoundbogen hat an den Enden der Wurfarme exzentrische Räder, über die die Sehne, bzw das Kabel läuft. Hierdurch wird eine wesentlich höhere Beschleunigung des Pfeiles erzielt. Compoundbögen dürfen mit einer Visiereinrichtung versehen werden, die auch eine optische Vergrößerung enthält. Optional sind auch Stabilisationssysteme erlaubt.

Ansprechpartner für die Feldbogenschützen ist der Spartenleiter Feldbogen: Rainer Kennecke.

Bogensport in Delmenhorst seit 1979